Definition
Im Ejakulat und im Sediment nach Zentrifugation sind keine Spermien sichtbar.
Azoospermie bedeutet, dass in einer Samenprobe keine Spermien gefunden werden, auch nicht nach Zentrifugation und Untersuchung des Sediments. Obstruktive Ursachen sollten von einer beeinträchtigten Spermienproduktion unterschieden werden.

Bei manchen Männern werden Spermien in den Hoden produziert, können aber aufgrund einer Blockade das Ejakulat nicht erreichen; bei anderen kann Spermienproduktion nur in kleinen fokalen Bereichen bestehen bleiben.
Im Ejakulat und im Sediment nach Zentrifugation sind keine Spermien sichtbar.
Azoospermie wird als obstruktiv eingestuft, wenn der Spermientransport blockiert ist, und als nicht-obstruktiv, wenn die Spermienproduktion stark beeinträchtigt ist.
Zur Diagnose werden wiederholte Samenanalyse, klinische Untersuchung, Hormontests, genetische Beurteilung und bei Indikation Ultraschall eingesetzt.
Je nach Ursache können Rekonstruktion, epididymale oder testikuläre Spermiengewinnung und ICSI erwogen werden.
Azoospermie bedeutet nicht das Fehlen von Samenflüssigkeit; sie bedeutet, dass in der Samenprobe keine Spermienzellen gefunden werden.
Die Diagnose wird im Allgemeinen in mindestens zwei korrekt gewonnenen Proben mit detaillierter Untersuchung nach Zentrifugation bestätigt. Der nächste Schritt besteht darin festzustellen, ob eine Obstruktion oder eine beeinträchtigte Spermienproduktion vorliegt.
Bei obstruktiver Azoospermie kann die Spermienproduktion in den Hoden erhalten sein, doch Spermien können das Ejakulat aufgrund von Ursachen wie angeborenem Fehlen des Samenleiters, Infektion, Operation oder Vasektomie nicht erreichen.
Bei nicht-obstruktiver Azoospermie ist die Spermienproduktion stark beeinträchtigt. Kleine fokale Bereiche der Spermienproduktion können dennoch bestehen, und bei ausgewählten Patienten kann Micro-TESE zur Suche nach Spermien erwogen werden.
Niedriges Samenvolumen, FSH- und Testosteronwerte, Hodenvolumen, Untersuchung der Samenleiter und genetische Befunde können bei der Klassifikation helfen.

Bei beiden Erkrankungen finden sich keine Spermien im Ejakulat, doch testikuläre Spermienproduktion und Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden sich.
Die Spermienproduktion ist häufig erhalten, aber der Transport durch den Fortpflanzungstrakt ist blockiert.
Die Spermienproduktion in den Hoden ist deutlich reduziert und kann nur in fokalen Bereichen fortbestehen.
Das Auffinden einer sehr kleinen Anzahl von Spermien nach Zentrifugation entspricht einer Kryptozoospermie und nicht einer Azoospermie und kann die Behandlungsplanung verändern.
Jeder Mann, bei dem in einer ersten Samenanalyse keine Spermien nachgewiesen werden, sollte strukturiert abgeklärt werden.
Die Diagnose sollte bestätigt und ein probenbedingter Fehler ausgeschlossen werden.
Ejakulationsstörungen, ein angeborenes Fehlen des Samenleiters oder ein Verschluss der Ejakulationsgänge können untersucht werden.
Diese Befunde können den Verdacht auf eine eingeschränkte Spermienproduktion erhöhen.
Eine Abklärung auf einen möglichen Verschluss kann sinnvoll sein.
Eine Vorgeschichte mit gonadotoxischer Behandlung oder Hodenoperation ist relevant.
Bei Erkrankungen wie Klinefelter-Syndrom, Y-Chromosom-Mikrodeletionen oder angeborenem Fehlen des Samenleiters ist eine gezielte Beratung erforderlich.
Nein. Eine Operation sollte erst geplant werden, nachdem genetische Befunde, die wahrscheinliche Ursache, die Fruchtbarkeit der Partnerin und die am besten geeignete Methode zur Spermiengewinnung beurteilt wurden.
Ziel ist nicht nur die Suche nach Spermien, sondern auch die Ermittlung der Ursache und relevanter begleitender Gesundheitsrisiken.
Das nach der Zentrifugation verbleibende Sediment wird mikroskopisch untersucht.
Diese Werte liefern Informationen über die Spermienproduktion und die hormonelle Achse.
Hodenvolumen, Nebenhoden und Samenleiter werden beurteilt.
Bei Azoospermie kann eine Chromosomenanalyse angezeigt sein.
Die Ergebnisse können bei der Beratung zur Wahrscheinlichkeit einer Spermiengewinnung und einer möglichen Übertragung auf männliche Nachkommen helfen.
Diese Untersuchungen können erwogen werden, wenn ein Verschluss, ein fehlender Samenleiter oder eine andere anatomische Ursache vermutet wird.
Die Behandlung richtet sich nach der diagnostischen Kategorie und den reproduktiven Zielen des Paares.
Eine erneute Samenanalyse einschließlich Untersuchung des Sediments wird durchgeführt.
Anamnese, Untersuchung, Hormonwerte und Ejakulatvolumen helfen bei der ersten Differenzierung.
Erforderliche Untersuchungen und eine genetische Beratung werden bei entsprechender Indikation durchgeführt.
Alter und ovarielle Reserve beeinflussen die zeitliche Abstimmung von operativer Spermiengewinnung und IVF.
Eine Rekonstruktion oder Spermiengewinnung aus Nebenhoden beziehungsweise Hoden kann erwogen werden.
Bei ausgewählten Patienten wird mit Micro-TESE nach umschriebenen Bereichen mit Spermienproduktion gesucht.
Das Gewebe wird im embryologischen Labor zeitnah und systematisch untersucht.
Gewonnene Spermien können frisch verwendet oder bei Eignung kryokonserviert werden.
Diagnostische und genetische Untersuchungen können mehrere Wochen dauern; der operative Eingriff wird separat terminiert.
In der Regel sind zwei getrennte Proben erforderlich.
Die Ergebnisse können vergleichsweise schnell vorliegen.
Je nach Labor kann die Bearbeitungszeit länger sein.
Diese Untersuchung kann häufig am selben Tag erfolgen.
Der Zeitpunkt wird mit dem IVF-Zeitplan der Partnerin abgestimmt.
Die Laboruntersuchung erfolgt am Tag des Eingriffs.
Das diagnostische Beratungsgespräch selbst kann kurz sein. Für TESE oder Micro-TESE werden häufig der Eingriffstag und eine kurze Nachsorge benötigt; eine koordinierte IVF kann jedoch die erforderliche Aufenthaltsdauer verändern.
Kein einzelner Hormonwert oder Untersuchungsbefund kann die Spermiengewinnung zuverlässig vorhersagen.
Bei obstruktiver Azoospermie ist eine Spermiengewinnung im Allgemeinen wahrscheinlicher.
Entscheidend ist, ob im Hoden umschriebene Bereiche mit Spermienproduktion vorhanden sind.
Befunde wie vollständige AZFa-/AZFb-Deletionen können darüber entscheiden, ob eine operative Spermiengewinnung sinnvoll ist.
Eine frühere Biopsie oder Hodenschädigung kann die Operationsplanung beeinflussen.
Mikrochirurgische Technik und die Erfahrung des Labors mit der unmittelbaren Gewebeuntersuchung sind wichtig.
Embryo- und Schwangerschaftsergebnisse nach Spermiengewinnung hängen auch vom Alter und der Qualität der Eizellen ab.
Spermien zu finden, eine Befruchtung zu erreichen und eine Lebendgeburt zu erzielen, sind unterschiedliche Ergebnisse. Auch wenn Spermien gewonnen werden, bestehen für ICSI, Embryonalentwicklung und Schwangerschaft jeweils eigene Unsicherheiten.
Die Kosten variieren je nach diagnostischen Untersuchungen, Operationsmethode und IVF-Laborplan.
Bestätigung einschließlich Untersuchung des Sediments nach Zentrifugation.
FSH, LH, Testosteron und ausgewählte zusätzliche Untersuchungen.
Karyotyp, Test auf Y-Chromosom-Mikrodeletionen und bei entsprechender Indikation CFTR-Abklärung.
Skrotaler oder transrektaler Ultraschall.
TESE, Micro-TESE, PESA oder MESA.
Verwendung der gewonnenen Spermien, Kryokonservierung und Lagerung.
Übermitteln Sie Ihre Samenanalysen sowie Hormon- und genetischen Befunde, damit die geeigneten diagnostischen und operativen Schritte geprüft werden können.
Operativ gewonnenes Gewebe sollte über eine lückenlose Identitäts- und Dokumentationskette zwischen Operationssaal und Embryologielabor gehandhabt werden.
Zur Bestätigung einer Azoospermie wird nach der Zentrifugation eine detaillierte Suche durchgeführt.
Gewebe aus jedem entnommenen Hodenbereich wird separat gekennzeichnet und ins Labor überführt.
Die Samenkanälchen werden sorgfältig aufbereitet und mikroskopisch auf Spermien untersucht.
Die Vitalität unbeweglicher Spermien kann bei Bedarf mit geeigneten Labormethoden beurteilt werden.
Geeignete gewonnene Spermien können in kleinen, rückverfolgbaren Aliquots gelagert werden.
Die Herkunft von Spermien und Eizellen wird über das Identitätssystem des Labors überprüft.

Urologie/Andrologie, IVF-Arzt und Embryologielabor stimmen den zeitlichen Ablauf aufeinander ab.

Koordiniert den IVF- und Eizellentnahme-Zeitpunkt der Partnerin mit der operativen Spermiengewinnung.
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Koordiniert Diagnostik, genetische Beratung und multidisziplinäre Behandlungsentscheidungen.
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Verantwortet die labormedizinische Spermiensuche im Operationsgewebe, Vitalitätsbeurteilung, ICSI und Kryokonservierung.
Profil ansehen →Die Einordnung der Azoospermie und die operative Spermiengewinnung sollten von einem geeigneten Facharzt für Urologie/Andrologie geplant werden.
Realistische Erwartungen und genetische Beratung sind wichtige Bestandteile der Behandlung.
Bei TESE oder Micro-TESE können unter Umständen keine Spermien gefunden werden.
Schmerzen, Blutungen, Infektionen, Hämatome und vorübergehende Veränderungen der Hormonwerte können auftreten.
Einige genetische Ursachen können an männliche Nachkommen weitergegeben werden.
Bei vollständigen AZFa-/AZFb-Deletionen wird eine operative Spermiengewinnung im Allgemeinen nicht empfohlen.
Die Anzahl der gewonnenen Spermien kann für ein Einfrieren oder eine wiederholte spätere Verwendung nicht ausreichen.
Das Auffinden von Spermien garantiert weder Embryonalentwicklung noch Schwangerschaft oder Lebendgeburt.
Wichtige Informationen zu Diagnose, genetischer Abklärung und Möglichkeiten der Spermiengewinnung.
Sie bedeutet, dass in der Samenprobe auch nach Zentrifugation und Untersuchung des Sediments keine Spermienzellen gefunden werden.
In der Regel wird sie durch mindestens zwei fachgerecht durchgeführte Samenanalysen bestätigt.
Nein. Bei Azoospermie kann Ejakulat vorhanden sein, enthält jedoch keine Spermien.
Je nach Ursache kann eine operative Spermiengewinnung mit anschließender ICSI eine Behandlung ermöglichen; ein Erfolg kann jedoch nicht garantiert werden.
Spermien werden produziert, können aber aufgrund eines Verschlusses oder des Fehlens eines Abschnitts der Samenwege nicht in das Ejakulat gelangen.
Dabei ist die Spermienproduktion in den Hoden stark eingeschränkt.
Karyotypisierung und Tests auf Y-Chromosom-Mikrodeletionen werden häufig erwogen; bei Verdacht auf ein angeborenes Fehlen des Samenleiters kann ein CFTR-Test sinnvoll sein.
Die Methode hängt davon ab, ob ein Verschluss oder eine eingeschränkte Produktion vorliegt; bei ausgewählten Fällen nicht-obstruktiver Azoospermie wird häufig Micro-TESE bevorzugt.
Ein hoher FSH-Wert kann mit einer geringeren Gewinnungswahrscheinlichkeit verbunden sein, kann das Ergebnis allein jedoch nicht sicher vorhersagen.
In ausgewählten Fällen kann dies nach Prüfung der früheren Operationsbefunde und genetischen Ergebnisse besprochen werden.
Nein. Zunächst sollten Ursache und mögliche operative Verfahren zur Spermiengewinnung beurteilt werden; Spendersamen ist eine eigenständige Behandlungsoption.
Diagnostische Untersuchungen können im Voraus abgeschlossen werden; der operative Eingriff und eine kurze Nachsorge lassen sich häufig innerhalb eines kurzen Aufenthalts planen.
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